Fakten

 

Amoklauf in Deutschland

In der Vergangenheit gab es mehrere von Amokläufern angerichtete Blutbäder in Deutschland. Die schlimmsten Fälle der vergangenen Jahre:

 

 

20. Juni 1913: Amoklauf an der Bremer Mädchen Schule Sankt-Marienwerden: 5 Mädchen im Alter von 7 bis 8 Jahren werden getötet. 18 weitere Kinder und 5 Erwachsene werden zum Teil lebensgefährlich verletzt. Der 30 jährige Täter ist ein anscheinend geistig verwirrter Lehrer ohne Anstellung. Er konnte das Schulgebäude unbemerkt mit einer größeren Anzahl Schusswaffen betreten. Seine Beweggründe haben religiöse Hintergründe.

11. Juni 1964: Ein geisteskranker Invalide (42) tötet in der katholischen Volksschule des Kölner Vororts Volkhoven 10 Menschen. Vom Schulhof aus gibt er mit einem Flammenwerfer durch ein offenes Fenster mehrere Flammenstöße auf eine Klasse 9- bis 11jähriger Kinder ab. 8 Kinder sterben, 20 werden schwer verletzt. Danach ersticht der Täter 2 Lehrerinnen mit einer Lanze und vergiftet sich selbst.

03. Juni 1983: In einer Schule in Eppstein-Vockenhausen (Hessen) erschießt ein Exil-Tschechoslowake (34) 5 Menschen: 2 12jährige Schülerinnen, einen 11jährigen Schüler, einen Lehrer und einen Polizisten. Danach erschießt der Täter sich selbst. Ein Lehrer überlebt schwer verletzt. Das Motiv des als aggressiv geltenden Amokschützen bleibt rätselhaft.

09. November 1999: In Meißen (Sachsen) stürmt ein 15 Jahre alter Gymnasiast maskiert in ein Klassenzimmer und ersticht seine Lehrerin. Er hatte die Tat angekündigt. Kurz darauf wird er gefasst.

16. März 2000: In Brannenburg (Bayern) schießt ein Schüler (16) den Leiter des Realschulinternats in

den Kopf und fügt sich dann selbst schwere Verletzungen zu. Grund: Er wurde am Vortag von der Schule verwiesen. Das 57-jährige Opfer der Straftat stirbt sechs Tage später.

19. Februar 2002: Ein mit zwei Pistolen, drei Rohrbomben und einer Handgranate bewaffneter 22-Jähriger tötet bei einem Amoklauf 3 Menschen, darunter den Rektor seiner früheren Wirtschaftsschule. Begonnen hatte der Amoklauf in Eching bei München und wurde in Freising fortgesetzt.

26. April 2002: In einem Gymnasium in Erfurt richtet ein Ex-Schüler ein beispielloses Blutbad an. Schwarz vermummt und schwer bewaffnet zieht der 19-Jährige durch das Gebäude und erschießt 16 Menschen – 8 Lehrerinnen, 4 Lehrer, eine Schülerin, einen Schüler, die Sekretärin und einen Polizisten. Dann tötet er sich selbst.

02. Juli 2003: Unverletzt bleibt das erste Opfer eines 16-jährigen Realschülers im fränkischen Coburg. Er schießt während des Unterrichts auf seine 41-jährige Klassenlehrerin, verletzt aber anschließend eine Schulpsychologin. Danach tötet sich der Jugendliche.


20. November 2006: Ein 18-jähriger ehemaliger Schüler schießt an einer Realschule in westfälischen Emsdetten um sich und verletzt 37 Menschen, bevor er sich selbst eine Kugel in den Kopf jagt. Ausgerüstet mit Gewehren, Sprengfallen und Rauchbomben hatte er die Schule betreten können.


11. März 2009: In seiner früheren Realschule in Winnenden bei Stuttgart und auf der anschließenden Flucht erschießt ein 17-Jähriger 15 Menschen und sich selbst. Die Waffe hatte er seinem Vater, einem Sportschützen, entwendet. 11 weitere Menschen werden zum Teil schwer verletzt. Bis zum Eintreffen der Polizei gibt es bereits 8 Tote. Der Täter ist auf dem Weg, das Gebäude durch den Hinterausgang zu verlassen. Das alles nach nur 6 Minuten! 2 Stunden weiß die Einsatzleitung nicht, wer der Täter ist und wie er aussieht.

11. Mai 2009: Einer mutigen Schülerin ist es am Albert-Einstein-Gymnasium in Sankt-Augustin zu verdanken, dass ein Amoklauf in letzter Sekunde verhindert werden kann. Die 16-jährige Täterin betritt, bewaffnet mit 11 Molotowcocktails und einem kurzen Schwert die Damentoilette. Beim Versuch sich zu maskieren wird sie jedoch von der 17-jährigen Mitschülerin gestört. Diese verliert im darauffolgenden Handgemenge ihren Daumen, der ihr jedoch wieder angenäht werden kann. Erst am Abend des Folgetags stellt sich die Täterin selbst.

17. September 2009: Ein 18-jähriger Schüler des Gymnasium Carolinum in Ansbach im Mittelfranken betritt mit einem Beil und 3 Molotowcocktails bewaffnet das Schulgebäude. Nachdem er einen Brandsatz in einen Klassenraum geworfen hat, schlägt er wahllos mit dem Beil auf die flüchtenden Schüler ein. 2 Schülerinnen werden schwer, 8 weitere leicht verletzt. Als Reaktion auf den Amoklauf fordert die Gewerkschaft der Polizei die Einführung eines flächendeckenden Frühwarnsystems für Schulen.

 

09. November 2011: Amoklauf in einem Gymnasium in Ballenstedt in Sachsen-Anhalt:

Ein 13-jähriges Mädchen zündet zwei Brandsätze, wobei eine Lehrerin eine Rauchvergiftung erleidet. Die Brände werden vom Hausmeister und Lehrern gelöscht, das Gebäude wird evakuiert. Nach dem Amoklauf ergibt sich das Mädchen der Polizei. In ihrem Rucksack werden Küchenmesser und ein Beil gefunden, ein Messer hält das Mädchen noch in der Hand. Die 13-jährige wird in ein psychiatrisches Krankenhaus eingewiesen.

 

Internationale Fälle

13. März 1996: 16 Kinder und ihre Lehrerin werden im schottischen Dublane getötet, als ein Amokläufer das Feuer in der Turnhalle einer Schule eröffnet. Der Täter begeht Selbstmord.

20. April 1999: An der Columbine-Schule in Littleton im US-Bundesstaat  Colorado erschießen 2 schwarz gekleidete und vermummte Jugendliche 12 Mitschüler und einen Lehrer. Danach begehen sie Selbstmord.

21. März 2005: In Red Lake im US-Bundesstaat Minnesota richtet ein Jugendlicher in einer Schule ein Blutbad an und begeht anschließend Selbstmord. 9 Menschen sterben, unter ihnen 5 Schüler und eine Lehrerin. Zuvor hatte der Schüler seinen Großvater und dessen Lebensgefährtin getötet.

02. Oktober 2006: Ein Amokläufer dringt in die Dorfschule in Nickle Mines im US-Bundesstaat Pennsylvania ein. Er ermordet 5 Mädchen der Religionsgesellschaft der Amish. Nach der Tat nimmt sich der 32-Jährige das Leben.

16. April 2007: Beim bislang blutigsten Amoklauf an einer US-Hochschule sterben an der Virginia Tech in Blacksburg mindestens 33 Menschen, unter ihnen der Täter. Der aus Südkorea stammende, 23 Jahre alte Cho Seung Hui erschießt 27 Studenten und fünf Hochschullehrer und verletzt außerdem 20 weitere Menschen.

 

07. November 2007: Der 18-jährige Abiturient Pekka-Eric Auvinen erschießt am Jokela-Gymnasium in der finnischen Stadt Tuusula acht Menschen, bevor er sich selbst tötet. Er feuert insgesamt 69 Kugeln ab. Seine Tat kündigte er Stunden zuvor im Internet an. Dennoch blieb das Eindringen in die Schule unbemerkt.



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