Drei konkrete Maßnahmen – neben der üblichen pädagogischen Arbeit und der Kooperation mit der Polizei – empfiehlt der Schul- und Sport­ausschuss dem Offenburger Gemeinderat:Türknaufsysteme: Besondere Türschließsysteme sollen im Fall eines Amoklaufs dafür sorgen, dass Lehrer Türen auch ohne Schlüssel von innen verschließen können. Diese Präventionsmaßnahme wurde mit Offenburgs Schulen bereits diskutiert und stieß auf ein zwiespältiges Echo. Viele Lehrer befürchten etwa den Missbrauch der Schließsysteme durch Schüler. Insgesamt zwölf Schulen haben sich dennoch dafür entschieden. Kostenpunkt für die »Aufrüstung« von rund 380 Schulräumen: 68 400 Euro. Ein Landes-Fördertopf für Amok-Präventionsmaßnahmen würde den Betrag decken.


Sprechanlagen: Jede Schule soll über eine umfassende Sprechanlage verfügen, mit der im Notfall zentral gesteuert Alarmsignale an die Schüler- und Lehrerschaft gesendet werden können. Diese Sprechanlagen sind bereits vorhanden und in gutem Zustand. Langfristig soll mit den Schulen noch abgestimmt werden, ob der Anschluss der Sporthallen an das Anlagensystem sinnvoll und wirtschaftlich vertretbar ist. ... 
 
Gebäudekennzeichnung: Vor kurzem hat die Polizei ein System einer Gebäude- und Räumekennzeichnung vorgestellt, das einheitlich auf Offenburgs Schulen angewendet werden könnte. Im Ernstfall könnten Rettungskräfte so schnell den entsprechenden Gefahrenbereich finden. Auch hier gilt: Zunächst sollen Gespräche mit den Schulen stattfinden. Sollte das Orientierungssystem grundsätzliche Zustimmung finden, stünde es den Schulen frei, sich diesem anzuschließen.
 

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